Tierarztpraxis Reichling

Aktuelles

Madenbefall bei Kaninchen

Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie einmal darauf hinweisen bei diesem warmen Wetter besonders gut auf Ihre Kaninchen zu achten.

Wir hatten diese Tage schon mehrere Kaninchen, die viel zu spät erst aufgefallen sind und denen wird dann leider nicht mehr helfen konnten.
Kontrollieren sie bitte 1x täglich v.a. den Anogenitalbereich (After und Geschlechtsteil) ihres Tieres.

Der Befall geht bei den warmen Temperaturen sehr schnell. Innerhalb von 24 Stunden nach dem die Fliegen ihre Eier auf den Kaninchen abgelegt haben schlüpfen die ersten Maden.
Diese ernähren sich dann vom Kot und Urin der Tiere. Finden sie davon nicht mehr genug können sie sich durch die Muskulatur des Kaninchens – im schlechtesten Falle bis in die Bauchhöhle – fressen.

Ursachen
  • Durchfall
  • Harnwegsinfekte - Kaninchen setzen dann oft mehr Urin ab
  • Schlechte Hygiene - nasse Stellen müssen jeden Tag gesäubert werden
  • Bewegungsschmerz - Tiere sitzen länger auf einer Stelle (auch im Nassen)
  • Wunden
  • Ater/Übergewicht - Kaninchen putzen sich schlechter bzw. weniger

Behandlung
Die Maden müssen einzeln abgesammelt werden. Dieses muss oft in Narkose geschehen, da die Verletzungen für das Tier hochgradig schmerzhaft sind.
Außerdem müssen die Tiere mit einem Schmerzmittel und einem Antibiotikum versorgt werden. In manchen Fällen befinden sich die Tiere in einem so schlechten Zustand, dass sie auch zwangsernährt werden müssen.
Die ganze Behandlung ist mit sehr viel Aufwand und Pflege verbunden und erfordert sehr viel Mitarbeit des Besitzers.

Prognose
Wichtig ist immer die Schnelligkeit der Behandlung. Kleine Wunden heilen meist gut ab. Bei großen und tiefen Wunden ist die Prognose oft sehr schlecht, weil v.a. durch die Schmerzen das Allgemeinbefinden stark reduziert ist.

Vorbeugung
  • Fliegengitter
  • 1x tägl. Kontrolle
  • Streu regelmäßig und zu dieser Zeit v.a. häufiger wechseln
  • Durchfall gut abwaschen
  • Insektizide -  es gibt auch Präparate, die fürs Kaninchen zugelassen sind

Liebe Patientenbesitzer,

in der letzten Zeit hört man von vermehrten Staupefällen bei Füchsen in NRW.  Auch im Kreis Viersen sind verendete Füchse, die mit dem Staupevirus infiziert waren
gefunden worden.

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine hochansteckende Virusinfektion, die in den meisten Fällen tödlich endet.
Übertragen wird diese Krankheit durch Nasen- und Augensekret, sowie Speichel von Wildtieren (Füchse, Dachs, Waschbär) oder indirekt übers Futter (Kadaver),
kontaminiertes Wasser oder unsere Schuhe.
Betroffen sind v.a. junge, ungeimpfte oder immunsupprimierte Hunde.

Staupe ist relativ schwer zu erkennen. Die Symptome sind vielfältig und es können verschiedene Organsysteme betroffen sein.

- Atemwegssymptome (eitriger Nasenausfluss, Atemnot, Husten)
- Magen-Darmsymptomatik (Durchfall, Erbrechen),
- Symptome des Nervensystems (epilep. Anfälle, Lähmungen)
- Veränderungen der Haut an Nase und Ballen (übermäßig starke Verhornung)

Ob die Erkrankung ausbricht liegt v.a. an der Stärke des Immunsytems.
Bei einem gut funktionierenden Immunsystem bzw. bei einem geimpften Tier reagiert das Immunsystem schnell und es kommt meist nur zu schwachen Symptomen.
Bei geschwächtem Immunsystem treten meist neurologische Ausfallserscheinungen auf.  Dann ist die Prognose für das  Tier leider schlecht.

Die Diagnostik läuft im einfachsten Falle über einen Abstrich.

Es gibt für diese Erkrankung keine gezielte Therapie. Die Therapie ist zeitaufwändig und nur symptomatisch möglich .

Da Viersen wirklich um die Ecke liegt wollen wir Sie wirklich noch einmal auf die Notwendigkeit der Impfung hinweisen.

 Bitte kontrollieren sie Ihren Impfpass oder sprechen sie mit uns.

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